404K Technologie Wochenbericht: Cloud-CapEx übersteigt 1 Billion, Speicher tritt in starke Zyklusphase ein, Photonik als neues Nadelöhr
InhaltsverzeichnisTrete dem Wissenskreis bei, um vollständige Originalberichte sowie die Referenzanalysen im Original einzusehen
- Gesamteinschätzung der Woche
- US-Aktienranking der vergangenen Woche
- Komplette Wertschöpfungskette AI/Halbleiter
- AI-Modelle, CSP und Infrastruktur von Rechenzentren
- Speicher, Leistungshalbleiter und MLCC
- Halbleitergeräte, Tests und Materialien
- Optische Kommunikation, Optik und Highspeed-Interconnect
- Roboter, autonomes Fahren und internationale Anwendungen
- Weltraum, Satelliten und Hard-Tech im Ausland
- Cloud-Anbieter, Internet und Software
- Software, Unterhaltungselektronik und intelligente Fahrzeuge
- Strom, makroökonomische Zinssätze und Risiken
- Beobachtung für die kommende Woche
Die Auftragseingänge im Bereich AI-Infrastruktur beschleunigen weiterhin; die Investitionsausgaben haben sich von GPU-Beschaffungen auf Speicher, Advanced Packaging, Netzwerke, Energie und Rechenzentrumsausbau ausgeweitet. Speicher ist das erste Segment, das die Knappheit in Preis und Gewinn umwandelt; optische Kommunikation, Trägerplatinen, Geräte und Stromversorgung erhalten daraufhin Bestellungen oder Kapazitätsbestätigungen. Plattformen und Software beginnen sich zu differenzieren, der Markt ist bereit für klar definierte Lieferverpflichtungen zu zahlen, und es werden mehr Fragen zu Verschuldung, freiem Cashflow und AI-Produkteinnahmen gestellt.
Gesamteinschätzung der Woche
Der AI-Handel tritt in die Phase der „Lieferpreisgestaltung“ ein. Die fünf großen Cloud-Anbieter erhöhen weiterhin ihre Compute-Budgets, die Nutzung der Modelle, Unternehmens-Einführungen und Eigenentwickelte ASICs steigern gleichzeitig die Nachfrage. Der Fokus des Marktes hat sich bereits von „Wie viele GPUs werden gekauft?“ auf „Wann wird das Rechenzentrum mit Strom versorgt?“, „Kann das Rack pünktlich geliefert werden?“, „Sind Speicher und optische Interconnects ausreichend?“ und „Können Investitionsausgaben in Einnahmen umgewandelt werden?“ verschoben.
Speicher stellt in dieser Woche das vollständigste Beweisstück für einen starken Zyklus dar. DRAM, NAND, HBM und Enterprise-SSDs steigen gleichzeitig im Preis, langfristige Verträge heben das Branchenniveau, Samsung Electronics, Nanya, SK Hynix und SanDisk haben bereits Validierungen in Form von Gewinn, Finanzierung oder Verträgen geliefert. Das Angebot erweitert sich erst ab 2027, kurzfristig bleibt die Preismacht beim Verkäufer; das Risiko ist, dass die Endnachfrage durch hohe Preise beeinträchtigt wird und die Preisänderungsrate nach der zweiten Jahreshälfte 2027 ihren Höhepunkt erreicht.
Die Compute-Engpässe breiten sich weiter aus. Die Herstellungsdiskussionen um das Nvidia Kyber-Rack haben den Rubin-Plan nicht verändert, zeigen aber die Herausforderungen bei hochlagigen PCBs, CPO, 800V-Stromversorgung, Kühlung und Systemausbeute. Investitionen gehen daher gleichzeitig in ausgereifte Kupfer-Interconnects, Ethernet-Switches, steckbare optische Module, InP-Laser, ABF-Trägerplatinen und Testgeräte. Wer zuerst die Serienproduktion erreicht, bekommt zuerst die Einnahmen.
Die Finanzierungsquellen für Investitionsausgaben beginnen, die Bewertung zu beeinflussen. Die Cloud-Anbieter haben weiterhin hohe Auftragsbestände; Amazon, Google, Meta, Microsoft, Oracle und andere treiben ihre Finanzierungsanforderungen auf den Anleihemarkt. Hardware-Bestellungen haben daher weiterhin Spielraum nach oben, Plattformaktien müssen jedoch gleichzeitig Abschreibungen, Zinsen und Druck auf den freien Cashflow bewältigen. Die wichtigste Frage in den Geschäftsberichten des zweiten Halbjahres wird sich von „Gibt es noch Ausgaben?“ zu „Wie viel Cloud-Einnahmen, Werbeeinnahmen und vermietbare Compute-Leistung bringt jeder Dollar Investition?“ verschieben.
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