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Fed-Präsidentenwechsel = starker Rückgang der US-Aktienmärkte?

Fed-Präsidentenwechsel = starker Rückgang der US-Aktienmärkte?

坦途宏观坦途宏观2026/07/09 09:31
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Von:坦途宏观
Mehrere Kunden haben gefragt, wie man das derzeit kursierende Chart zur „Abwärtsbewegung der US-Aktien nach Amtsantritt des neuen Fed-Präsidenten“ in den letzten Tagen einordnen soll. Hier besprechen wir das kurz.
Abbildung 1: Wechsel des Fed-Präsidenten = starker Rückgang der US-Aktien
Fed-Präsidentenwechsel = starker Rückgang der US-Aktienmärkte? image 0

1. Ich weiß nicht, ob die maximalen Drawdowns in den genannten sechs Monaten hier wie folgt berechnet wurden:
A) Der Unterschied zwischen dem Tiefpunkt innerhalb von sechs Monaten nach Amtsantritt und dem Stand des SP500 zum Amtsantritt.
B) Der Unterschied zwischen dem Tiefpunkt und dem Höchstpunkt innerhalb von sechs Monaten.
Doch unabhängig davon sind die Daten in diesem Chart fehlerhaft.

2. Nehmen wir Powell als Beispiel. Er legte am 5. Februar 2018 seinen Amtseid ab, der Flash-Crash Anfang 2018 ereignete sich tatsächlich bereits am 26. Januar. Nach Berechnungsmethode A lag der maximale Drawdown in Powells ersten sechs Monaten bei 2,56 %, nach Methode B bei 9,45 %. Beides liegt weit unter dem im Chart dargestellten Wert.

3. Außerdem gilt: Unabhängig von der verwendeten Berechnungsmethode gibt es keinen signifikanten Unterschied zwischen dem maximalen Drawdown innerhalb von sechs Monaten nach Amtsantritt eines Fed-Präsidenten und dem Drawdown in beliebigen sechs Monaten in der Geschichte des S&P500.

4. Angenommen, wir verwenden Definition A für den Drawdown:

1) Die maximalen Drawdowns der letzten sieben Präsidenten binnen sechs Monaten nach Amtsantritt:
Burns (1970-02-01): 19,20 %
Miller (1978-03-08): 0,00 %
Volcker (1979-08-06): 4,25 %
Greenspan (1987-08-11): 32,82 %
Bernanke (2006-02-01): 4,58 %
Yellen (2014-02-03): 0,00 %
Powell (2018-02-05): 2,56 %
Der Median beträgt 4,25 %

2) Die Verteilung des maximalen Drawdowns des S&P500 in beliebigen sechs Monaten:
10%-Perzentil: 0,09 %
25%-Perzentil: 1,44 %
75%-Perzentil: 8,98 %
90%-Perzentil: 16,24 %
Median: 4,12 %

Die Mediane sind fast identisch. Bei einem Mittelwertvergleich zeigen sowohl t-Test (p=0,2870) als auch Wilcoxon-Test (p=0,3438) keinen signifikanten Unterschied.

5. Wenn wir Definition B für den Drawdown verwenden:

1) Die maximalen Drawdowns der letzten sieben Präsidenten binnen sechs Monaten nach Amtsantritt:
Burns (1970-02-01): 23,21 %
Miller (1978-03-08): 17,12 %
Volcker (1979-08-06): 13,31 %
Greenspan (1987-08-11): 33,51 %
Bernanke (2006-02-01): 7,70 %
Yellen (2014-02-03): 12,38 %
Powell (2018-02-05): 9,45 %
Der Median beträgt 13,31 %

2) Die Verteilung des maximalen Drawdowns des S&P500 in beliebigen sechs Monaten in der Geschichte:
10%-Perzentil: 7,80 %
25%-Perzentil: 9,97 %
75%-Perzentil: 17,74 %
90%-Perzentil: 22,12 %
Median: 12,99 %
Beide Mediane sind erneut fast identisch und auch beim Mittelwertvergleich (p=0,5516, p=0,8854) gibt es keinen signifikanten Unterschied.

6. Zusammenfassend: Historisch gesehen gibt es in beliebigen sechs Monaten fast immer einen deutlichen Rückgang bei US-Aktien – das ist die Normalität und auch für die kommenden sechs Monate nicht überraschend. Da die Bewertung der US-Aktien auf einem historisch sehr hohen Niveau liegt, könnte der zukünftige Drawdown sogar über dem historischen Median liegen.
7. Derzeit liegt das CAPE (Case-Shiller, zyklisch adjustiertes Kurs-Gewinn-Verhältnis) des S&P500 bei 39,58, was im 95%-Perzentil der historischen Daten liegt. Rückblickend auf die vergangenen 100 Jahre zeigt sich: Wenn das CAPE im 80-100%-Perzentil liegt, fällt die Medianrendite des S&P500 in den nächsten 60 Monaten (annualisiert+4,32 %) deutlich geringer aus und der maximale Drawdown (-19,40 %) deutlich höher. Im kurzfristigen Zeitraum (3-24 Monate) sind die Unterschiede jedoch nicht ausgeprägt.
Abbildung 2: CAPE
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Tabelle 1: CAPE-Perzentil versus zukünftige Rendite/maximaler Drawdown
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8. Anders ausgedrückt: Der Amtsantritt von Kevin Warsh – insbesondere wenn er überraschend falkenhaft agiert – könnte zwar ein Auslöser für eine (deutliche) Korrektur der US-Aktien sein, aber das bedeutet nicht, dass ein Wechsel des Fed-Präsidenten an sich eine natürliche Bedeutung für die Finanzmärkte hat. Dieses Chart – sowohl hinsichtlich der Daten als auch der Logik – ist AI-generierter Müll (PS: Diese Aussage könnte sogar die Bewertung von AI beeinflussen).

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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