Bitunix-Analyst: Eskalation des Nahostkonflikts überschneidet sich mit Bedenken zu einer KI-Blase, Volatilität von Risikoanlagen dürfte anhalten
BlockBeats News, 9. Juli: Das zentrale Risiko des globalen Marktes hat sich wieder auf die Energie-Transportordnung verschoben, und die globalen Kapitalkosten werden gleichzeitig neu bewertet.
Trump hat offiziell das Ende des temporären Waffenstillstandsabkommens zwischen den USA und Iran verkündet, das US-Militär weitet seine Angriffe auf Iran aus und Iran hat die finalen Friedensgespräche ausgesetzt und nutzt erneut die Blockade der Straße von Hormuz und der Straße von Mandeb als Vergeltungsmaßnahme. Aus den neuesten Stellungnahmen beider Seiten geht hervor, dass der Konflikt sich von einer militärischen Konfrontation zu einem Spiel um die Kontrolle des globalen Energie-Transports entwickelt hat. Die fehlende Einigung über Regeln für die Straße von Hormuz bedeutet, dass auch ohne einen groß angelegten Krieg kurzfristig weiterhin Risiken bei Schifffahrt und Energie bestehen bleiben und die Volatilität der Ölpreise zu einem wichtigen Faktor für die zukünftige globale Inflation wird.
Nach Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der Federal Reserve vom Juni hat sich der Markt in einem weiteren bemerkenswerten Punkt gewandelt. Das Komitee diskutiert intern keine Zinssenkungen mehr, sondern beginnt, die Möglichkeiten von Zinserhöhungen und der gleichzeitigen Beibehaltung hoher Zinsen zu prüfen. Neben Zöllen und Energie wird erstmals auch die Investition in AI-Infrastruktur als neuer Faktor angesehen, der Nachfrage und Preise antreiben könnte und anzeigt, dass sich die Inflationsquelle allmählich von früheren Angebotsschocks zum Zyklus der Kapitalausgaben und Unternehmensinvestitionen verschiebt. Das zeigt, dass hohe Zinsen nicht mehr nur zur Eindämmung der Inflation aufrechterhalten werden, sondern auch, um den Preisdruck aus einer neuen Runde von Kapitalausgaben aufzufangen.
Der IWF hat darauf hingewiesen, dass auch wenn der Konflikt im Nahen Osten in Zukunft abkühlt, die Inflation in den USA bis Ende 2027 wahrscheinlich nicht auf das Ziel von 2 % zurückkehren kann. Das verdeutlicht, dass die von geopolitischen Faktoren ausgelösten Kostenschocks keine einmaligen Ereignisse sind, sondern sich zu einer längerfristigen Inflationsträgheit entwickeln könnten. Gleichzeitig warnt der IWF vor einer Überhitzung der Bewertungen von AI-Assets und stellt fest, dass bei Veränderungen der Markterwartungen Technologiewerte mit hohen Bewertungen weiterhin deutliche Korrekturrisiken haben.
Im Kryptomarkt fiel Bitcoin gestern unter $62.500 und schloss damit die untere Liquiditäts-Säuberung ab, bevor er schnell wieder anstieg und aktuell den Widerstand bei etwa $63.000 erneut testet. Sollte diese Marke nicht effektiv gehalten werden, besteht weiterhin die Möglichkeit, dass der Preis die wichtige Konsolidierungszone bei etwa $60.000 erneut testet; gelingt hingegen der Durchbruch und das Halten über $63.000, dürfte der kurzfristige Verkaufsdruck allmählich nachlassen. Insgesamt wird erwartet, dass bei weiterhin großer Unsicherheit über die Policy der Federal Reserve, erhöhter Volatilität der Energiepreise und sich wiederholt verstärkender globaler Risikoaversion der Markt im kurzfristigen Bereich ein Muster hoher Volatilität beibehält, wobei die Mittel weiterhin um liquiditätsdichte Bereiche gepreist werden.
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