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Yen fällt erneut unter das Rekordtief, Finanzministerium seufzt machtlos

Yen fällt erneut unter das Rekordtief, Finanzministerium seufzt machtlos

早安汇市早安汇市2026/07/09 09:04
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Von:早安汇市

Morning FX

Wie erwartet hat der Yen die Marke von 162 durchbrochen und befindet sich nun auf einem 40-Jahres-Tief. Seit der Unterzeichnung des Plaza-Abkommens im Jahr 1985 hat der Yen nie eine so extreme Abwertung erfahren.

Traditionelle Wechselkursfaktoren haben ihre Wirkung verloren, wodurch das Finanzministerium vor großen Herausforderungen bei Interventionen steht. Weder anhand der nominalen noch der realen Zinsdifferenz oder der internationalen Zahlungsbilanz lässt sich die extreme Schwäche des Yen erklären. Die strukturellen Verkaufsströme zwingen Japan dazu, das gesamte Wechselkurssystem neu zu evaluieren.

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Abbildung: Yen auf einem 40-Jahres-Tief

I. Die Abschreckungskraft von Interventionen wird immer geringer

Die letzte Intervention des Finanzministeriums fand Ende April statt, dabei wurden etwa 10 Billionen Yen (63 Milliarden USD) eingesetzt, um den USDJPY-Wechselkurs von 160 auf mindestens 155 zu drücken. Doch weniger als einen Monat später ist der Yen erneut zurückgefallen.

Die letzte Interventionsstrategie hat sich von der Geschwindigkeit der Schwankungen (starke Abwertung in kurzer Zeit) hin zu einem festen Punkt verlagert; die psychologische Grenze im Markt ist bei 160, und tatsächlich wurden die Interventionen nach Überschreiten dieser Marke begonnen – dabei wurden kleinere Beträge in mehreren Schritten eingesetzt, um einen kontinuierlichen Abschreckungseffekt zu erzielen.

Als die Marke von 160 nun erneut überschritten wurde, erwartete der Markt wieder eine Intervention, doch das Finanzministerium und die Bank von Japan agierten äußerst zurückhaltend und äußerten ihre Besorgnis lediglich verbal. Wenn nicht an einem festen Punkt ein starkes Signal gesendet wird, wird der Markt die Grenze immer wieder testen, das Vertrauen der Short-Seller steigt und die Kosten für Interventionen werden in Zukunft noch höher.

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Abbildung: Die Panik vor Interventionen ist verflogen

Die Preise für Yen-Risiko-Reversal-Optionen sind nach dem zweimaligen Durchbrechen der Marke von 160 stark gefallen. Der Markt hat zwischenzeitlich das Risiko von Interventionen eingepreist. Diese Panik ist nun verschwunden und die RR-Preise haben sich normalisiert.

II. Das Versagen von makroökonomischen Faktoren ist am fatalsten

Obwohl der aktuelle Anstieg von USDJPY durch die hawkishe Wende der Fed und die Rückkehr des starken US-Dollar getrieben wird, können traditionelle Faktoren dieses Ausmaß der Abwertung nicht mehr erklären.

Betrachtet man die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan: Nach dem Gipfel der US-Zinsen im Jahr 2024 hat sich die Zinsdifferenz kontinuierlich verringert. Die kurzfristige Zinsdifferenz sank von maximal 5% auf aktuell 2,5%; bei zehnjährigen Staatsanleihen fiel sie sogar von 4% auf 1,73%. Letztes Jahr konnte die Yen-Abwertung noch durch die Ausweitung der realen Zinsdifferenz erklärt werden. Dieses Jahr hingegen sind Inflation und Zinsen in den USA und Japan unterschiedlich, sodass auch die reale Zinsdifferenz zusammenschrumpft.

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Abbildung: Die Zinsdifferenz kann die Yen-Schwäche nicht erklären

Im ersten Quartal betrug der Leistungsbilanzüberschuss etwa 9,8 Billionen Yen – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Allerdings scheinen nur Kapitalabflüsse den Wechselkurs zu dominieren. Die Konversionsrate des Leistungsbilanzüberschusses ist extrem niedrig, die Verengung der Zinsdifferenz hat keinen Einfluss auf die rege Carry-Trades, und der Verkaufsdruck auf den Yen bleibt ungebrochen.

Nach dem Versagen der makroökonomischen Faktoren wirkt eine Intervention wie ein Kampf gegen Windmühlen und es fehlt das passende Umfeld (schwächere US-Daten) für deren Durchführung. Nur wer ausreichend Kraft und Entschlossenheit zeigt, kann die Yen-Abwertung stoppen.

III. Fazit

(1) Der Yen hat sich auf ein 40-Jahres-Tief abgewertet; nach dem Überschreiten der Marke von 160 fällt er unaufhörlich und nähert sich den extremen Werten nach dem Plaza-Abkommen.

(2) Die aktuelle Schwäche des Yen lässt sich nicht mehr mit makroökonomischen Faktoren erklären; strukturelle Verkaufsströme machen die Interventionen des Finanzministeriums immer wirkungsloser, dennoch muss ausreichend Abschreckung gezeigt werden, um eine Abwärtsspirale zu verhindern.


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