Tesla, Meta bis Anthropic: Die Chip-Auftragsbestände von Samsung Electronics belaufen sich auf 50 Billionen Won
Samsung Electronics etabliert durch sein Foundry-Geschäft rasch eine zentrale Position auf dem Kernmarkt für KI-Halbleiter.
Am 3. Juli berichteten koreanische Medien, dass das Auftragsvolumen des Foundry-Bereichs von Samsung auf mittlere bis lange Sicht fast 50 Billionen Won erreicht hat. Nachdem im vergangenen Jahr ein Auftrag für Tesla-KI-Chips unterzeichnet wurde, haben auch die beiden globalen Tech-Giganten Meta und Anthropic ihre ASIC-Produktionsaufträge nacheinander zu Samsung verlagert.
Ein Brancheninsider erklärte:
Seitdem Samsung Foundry im vergangenen Jahr den Auftrag für Teslas KI-Chips erhalten hat, hat sich das Tempo der Halbleiteraufträge für KI-Server deutlich beschleunigt.
Angetrieben hiervon erwarten die Märkte, dass Samsungs Foundry-Geschäft frühestens im vierten Quartal dieses Jahres die Verlustzone verlässt. Der entscheidende Faktor für die Expansion der Aufträge ist Samsungs modernste 2-Nanometer-Fertigungstechnologie.
Metas dritte Generation des KI-Beschleuniger-Chips MTIA 3 und Anthropics kundenspezifischer ASIC sollen beide mit diesem Verfahren produziert werden. Die Nachfrageanfragen für Samsungs 2-Nanometer-Prozess sind sprunghaft angestiegen, was die Wettbewerbsposition des Unternehmens auf dem Markt für fortschrittliche Foundry-Verfahren weiter stärkt.
Meta verlagert Aufträge zu Samsung und setzt auf 2-Nanometer-Massenfertigung
Laut Berichten aus der Branche verhandelt Meta mit Samsungs Foundry-Sparte über eine Zusammenarbeit zur Entwicklung und Produktion von Next-Generation-ASICs im Umfang von über 10 Billionen Won.
Die ersten beiden Generationen des selbstentwickelten KI-Beschleunigers MTIA von Meta wurden von TSMC gefertigt, doch ab der dieses Jahr veröffentlichten dritten Generation hat Meta Samsung als zentralen Fertigungspartner bestimmt.
Wie gemeldet, soll MTIA 3 mit Samsungs fortschrittlichster 2-Nanometer-Foundry-Technologie produziert werden, wobei sich das Produktionsvolumen auf mehrere hunderttausend Wafer belaufen wird. Samsung Electronics erklärte dazu: "Es ist noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden".
Der Schritt von Meta zu Samsung steht im Zusammenhang mit der Strategie, große, eigene KI-Infrastrukturen aufzubauen.
Meta prüft den Start eines Cloud-Service-Geschäfts, bei dem KI-Leistung an externe Unternehmen vermietet werden soll. Der MTIA soll als Schlüsselchip die Umsetzung dieses Modells ermöglichen.
Zugleich hat sich Meta das Ziel gesetzt, bis 2030 Rechenzentren mit einer Gesamtkapazität von 5 Gigawatt zu errichten – das macht eine reine Abhängigkeit von externen Chip-Lieferanten langfristig unmöglich.
Dafür hat Meta einen Entwicklungszyklus eingeführt, bei dem alle sechs Monate eine neue Chipgeneration präsentiert werden soll, mit dem Plan, im kommenden Jahr die dritte bis fünfte Generation nacheinander zu veröffentlichen.
Um diesen extrem schnellen Entwicklungszyklus zu unterstützen, hat Meta ein gemeinsames Design-Modell mit der System-LSI-Sparte von Samsung etabliert. Es heißt, die Zusammenarbeit beginne bereits in der frühen Phase der Chiparchitektur, um Engpässe bei der Kapazität des Meta-eigenen Ingenieursteams im hochverdichteten Zeitrahmen zu überbrücken.
Anthropic baut KI-Infrastruktur intern auf, Samsung könnte größter Profiteur werden
Die US-amerikanische KI-Firma Anthropic prüft Berichten zufolge ebenfalls, maßgeschneiderte ASICs mit Samsungs 2-Nanometer-Foundry-Verfahren zu entwickeln. Dies gilt als Teil ihrer Strategie zur Reduzierung der Abhängigkeit von Nvidia-GPUs und Google-TPUs und zur Förderung einer "autonomen KI-Infrastruktur".
In Bezug auf das Investitionsvolumen plant Anthropic langfristig eigene KI-Rechenzentren mit etwa 1 Gigawatt Kapazität aufzubauen, das Gesamtinvestitionsvolumen soll sich dabei auf etwa 50 Milliarden US-Dollar (rund 77 Billionen Won) belaufen.
Branchenschätzungen zufolge wird etwa die Hälfte davon in KI-Halbleiter fließen – die Ausgaben für ASICs, DRAM und NAND-Flash werden auf zusammen etwa 25 Milliarden US-Dollar (rund 39 Billionen Won) geschätzt.
Dank seiner Kompetenzen in den Bereichen Speicher, Foundry und fortschrittliche Verpackung gilt Samsung Electronics allgemein als der größte potenzielle Profiteur bei Anthropics KI-Chip-Beschaffungsrunde.
Im Mai dieses Jahres beteiligte sich Samsung bereits an der H-Runde von Anthropic über 6,5 Milliarden US-Dollar (etwa 100 Billionen Won), womit die strategische Partnerschaft zwischen beiden Parteien besiegelt wurde.
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