Historischer Vergleich: Die drei Hauptaufwärtswellen der US-Inflation in den 1970er Jahren
Die USA und der Iran haben an diesem Wochenende erneut angefangen, sich gegenseitig anzugreifen. Nach einer Reihe von Stopps und Wiederaufnahmen der Gefechte glauben viele Menschen nicht mehr, dass der Iran-Krieg schnell zu Ende gehen wird und die Ölpreise weiterhin zügig sinken werden. Dies führt dazu, dass die Erwartungen an eine sinkende Inflation in naher Zukunft nicht erfüllt werden. Ein historischer Vergleich ist hierbei sehr hilfreich, um eine eher pessimistische Sicht auf die Inflation zu gewinnen. Das frühere amerikanische Inflationssystem war wellenförmig geprägt, einschließlich der Zeit nach der Großen Depression und der Zeit des Zweiten Weltkriegs sowie der „Großen Inflation“ von 1965 bis 1982. Besonders in der Inflationsphase nach den 1970er Jahren war die Inflation in den USA nicht einmalig, sondern es gab drei aufeinanderfolgende Inflationswellen. Das ähnelt dem Konzept der „Hauptaufwärtswelle“ an den Aktienmärkten. Aus heutiger Sicht erscheint die US-Wirtschaft sehr stark. Dennoch ist die Bundesregierung in einer eigentlich starken Wirtschaftslage gezwungen, ungewöhnlich hohe Haushaltsdefizite zu verzeichnen, was zu einem Hauptproblem für die Inflation wurde. In dieser Analyse markiert der drastische Anstieg der Inflationsrate von 2020 bis 2022 die erste Welle des langanhaltenden Inflationssystems. Da die Kriege in der Ukraine und im Iran weiterhin ungelöst sind und die US-Regierung gleichzeitig immer noch anhaltende fiskalische und geldpolitische Stimuli betreibt, sieht diese Sichtweise hierin erst den Beginn der zweiten Inflationswelle. (Siehe erste Grafik) Die mehreren Inflationswellen der 1970er und 1980er Jahre führten bei Investoren zu lang anhaltenden Zweifeln daran, ob die Inflation jemals unter Kontrolle gebracht werden könnte. Erst in den zwanzig Jahren nach der Inflation, während der anti-inflationären Periode (1981 bis 2000), glaubten die Menschen schließlich, dass die USA die Inflation besiegt hatten. Wie viele Jahre werden die Menschen dieses Mal brauchen, um zu glauben, dass das Inflationsproblem gelöst ist? Ein weiteres verwandtes Thema ist der Markt. Falls die Inflation weiterhin anhält, zeigt der Vergleich mit der Hochinflationsphase der 1970er Jahre, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Aktienmarktes insgesamt schrumpfte, was sowohl nominale als auch reale negative Auswirkungen auf die Aktienrenditen hatte. Die Edelmetallmärkte hingegen entwickelten sich deutlich besser als der Gesamtmarkt. Siehe zweite Grafik. Quellen der Grafiken und Daten: Barrons, Bloomberg, Kevin Smith
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