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Die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt zeigen bereits erste Risse: Goldman Sachs prognostiziert, dass 15 Millionen US-Arbeitnehmer einen Arbeitsplatzwechsel erleben könnten

Die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt zeigen bereits erste Risse: Goldman Sachs prognostiziert, dass 15 Millionen US-Arbeitnehmer einen Arbeitsplatzwechsel erleben könnten

华尔街见闻华尔街见闻2026/06/26 13:42
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Von:华尔街见闻

Goldman Sachs CEO David Solomon hat noch vor einigen Wochen die Sorgen über massive Arbeitsplatzverluste durch KI heruntergespielt, doch nun hat die Forschungsabteilung der Bank einen bislang systematischsten Bericht über die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt veröffentlicht, dessen Fazit alarmierend ist: Die ersten quantifizierbaren Risse, die KI im Arbeitsmarkt verursacht, werden bereits sichtbar.

Der Bericht zeigt, dass in Branchen mit hoher KI-Durchdringung in den USA die Beschäftigung bereits schrumpft und Unternehmen Entlassungen ausdrücklich auf KI zurückführen, was sich beschleunigt. Kosten für KI-basierte Programmieragenten liegen bereits deutlich unter denen menschlicher Entwickler. Goldman Sachs schätzt, dass während der gesamten Übergangsphase der KI-Technologien letztlich rund 15 Millionen US-Arbeitskräfte von Arbeitsplatzwechseln betroffen sein könnten, wobei jedoch ein Großteil dieser Stellen im Laufe der Zeit durch neue Berufe ersetzt werden dürfte.

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Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist bemerkenswert — der Bericht stammt von derselben Institution, deren CEO erst kürzlich öffentlich erklärt hatte, die Gefahr für Arbeitsplätze durch KI werde übertrieben dargestellt. Der Bericht proklamiert zwar nicht das "Ende der Arbeit durch KI", aber betont klar, dass der strukturelle Druck auf dem Arbeitsmarkt sich von einer Prognose zur Realität wandelt – und zwar konzentriert in den Sektoren, in denen KI-Anwendungen bereits etabliert sind, anstatt flächendeckend in der gesamten Wirtschaft.

Beschäftigung schrumpft bereits in Branchen mit hoher KI-Durchdringung

Laut Daten von Goldman Sachs nimmt die Beschäftigtenzahl in Branchen mit ausgereiften KI-Anwendungen derzeit um etwa 11.000 Personen netto pro Monat ab. Der Anteil des Technologiesektors an der Gesamtbeschäftigung bleibt weiter unterhalb des langfristigen Trends, und der Lohnzuwachs in mehreren nicht-technologischen sowie technologischen Dienstleistungsbereichen liegt bereits unter dem Basis-Trend von 2015 bis 2019.

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Unter Berufung auf Daten des US Bureau of Labor Statistics stellt der Bericht fest, dass die Abweichungen beim Beschäftigungswachstum besonders auf die Sektoren mit fest etablierten KI-Anwendungsfällen konzentriert sind – ein Phänomen, das nicht die gesamte Wirtschaft erfasst. Goldman Sachs betont, dass "Fähigkeitssteigerung nur der erste Schritt in Richtung Veränderung des Arbeitsmarkts" ist und dass es Zeit braucht, bis technologische Kapazitäten tatsächliche Auswirkungen auf die Beschäftigung haben – dieser Prozess hat jedoch bereits begonnen.

Wachsende Rolle von KI bei betriebsbedingten Entlassungen

Daten von Challenger, Gray & Christmas zeigen, dass in den letzten Monaten die Zahl der prominent bekannten Technologieunternehmen, die Entlassungen ausdrücklich auf KI zurückführen, deutlich gestiegen ist, und die Häufigkeit entsprechender Anzeigen nimmt stetig zu.

Die quantitativen Berechnungen von Goldman Sachs verdeutlichen die doppelten Effekte technologisch getriebener Produktivitätssteigerungen auf die Beschäftigung: Jede 1% Produktivitätssteigerung durch Technologie führt zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte; gleichzeitig steigt über einen Zeitraum von zwei Jahren die Rate des Arbeitsplatzabbaus um 0,5 bis 0,6 Prozentpunkte. Im Bericht wird weiter ausgeführt, dass durch Technologie ersetzte Arbeitnehmer mit einem anhaltenden Einkommensrückgang konfrontiert sind und sich das Lohnniveau nach Wiederanstellung selten auf den vorherigen Stand erholt.

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Kosten für Programmieragenten niedriger als für menschliche Entwickler

Im Vergleich zwischen KI und menschlicher Arbeitskraft stellt Goldman Sachs fest, dass KI-basierte Programmieragenten derzeit aus wirtschaftlicher Sicht dem menschlichen Personal bereits überlegen sind, während andere Beschäftigungsformen nach wie vor stärker eingeschränkt bleiben.

Aus Sicht von Goldman Sachs ist der Schlüssel zur rentablen Ausweitung von Automatisierung nicht nur die stetige Verbesserung der Modelle, sondern insbesondere die kontinuierliche Senkung der Token-Kosten. Mit weiter fallenden Kosten für Inferenz wird der Bereich der wirtschaftlich tragfähigen Automatisierung stetig ausgeweitet, was bedeutet, dass die bislang betroffenen Berufsbilder nur den Anfang darstellen dürften.

Das Wettrennen zwischen neuen Jobs und Arbeitsplatzabbau ist entscheidend

Im Bericht wird zugleich das historische Muster eingeräumt: Technologischer Fortschritt schafft auf lange Sicht neue Arbeitsplätze. Goldman Sachs erwartet, dass viele der 15 Millionen betroffenen Beschäftigten letztlich in neuen Berufsfeldern unterkommen werden.

Allerdings zitiert der Bericht auch den Wirtschaftswissenschaftler Daron Acemoglu mit einem Warnhinweis: "Die Wirtschaftswissenschaft kennt kein universelles Gesetz, das garantiert, dass das Tempo der Arbeitsplatzschaffung auch tatsächlich mit dem Tempo des Stellenabbaus Schritt hält." Bemerkenswert ist, dass die Arbeitslosenquote unter Hochschulabsolventen derzeit bereits höher ist als bei anderen Bildungsgruppen – ein frühes Indiz für die Ausbreitung der KI-Auswirkungen auf Berufseinsteiger-Jobs im Bürobereich. Für Investoren stellt sich die Kernfrage: Kann das Tempo, mit dem der Arbeitsmarkt neue Jobs schafft, mit dem von KI ausgelösten Abbau traditioneller Arbeitsplätze Schritt halten?

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