Neuer Ethereum-Vorschlag schlägt vor, dass Validatoren bis zu 10 % der Staking-Belohnungen für die Finanzierung des Ökosystems bereitstellen
Am 22. Juni tauchte ein neuer Vorschlag in der laufenden, langfristigen Debatte über die Finanzierung des Ökosystems von Ethereum auf: Er sieht vor, dass Validatoren, die diese führende globale Smart-Contract-Blockchain absichern, einen größeren Teil der öffentlichen Ausgaben des Netzwerks tragen sollen. Dieser Vorschlag, veröffentlicht im Ethereum Research Forum, führt einen Mechanismus zur Belohnungsumverteilung für Validatoren ein. Dabei handelt es sich um eine grundlegende Protokollmechanik, die es Netzwerkknotenbetreibern ermöglicht, einen Teil ihrer Staking-Belohnungen für die Finanzierung des Ökosystems bereitzustellen, wobei der Umverteilungsbereich zwischen 0 % und 10 % der Staking-Belohnungen liegt. Validatoren können freiwillig angeben, wie viel ihrer Belohnungen sie umverteilen möchten. Wenn die Mehrheit der Validatoren einen Umverteilungsprozentsatz von mehr als 0 % unterstützt, wird dieser Prozentsatz für alle Validatoren verbindlich. Der Vorschlag zielt darauf ab, das „Free-Rider“-Problem von Ethereum anzugehen: Viele Projekte profitieren von Ethereums öffentlicher Infrastruktur, Sicherheitsforschung, technischen Tools und öffentlichen Ressourcen, ohne die entsprechenden Kosten zu tragen. Wenn jeder diese Ressourcen frei nutzen kann, ohne dass eine Partei bereit ist, die gesamten Kosten zu übernehmen, führt dies letztlich zu einem Mangel an öffentlicher Finanzierung, so dass die Ethereum Foundation, Spender oder wenige engagierte Teams die Unterstützung allein tragen müssen. Validatoren sichern den Betrieb des Ethereum-Netzwerks, indem sie ETH staken, Transaktionen validieren und Staking-Belohnungen verdienen. Die im Vorschlag genannte „Finanzierung“ bedeutet, für die öffentlichen Aufgaben zu zahlen, auf die Ethereum zum Überleben angewiesen ist – darunter Entwickler-Tools, Sicherheitsforschung, öffentliche Infrastruktur und verschiedene unterstützende Projekte, die nicht unbedingt direkte Gewinnmodelle besitzen. Der Vorschlag hofft, die Last der öffentlichen Ausgaben auf die Validatoren-Gemeinschaft zu verlagern – sie verdienen ETH-Belohnungen, indem sie das Netzwerk betreiben, und profitieren auch, wenn der Gesamtwert von Ethereum steigt. Im Vorschlag heißt es, dass Validatoren natürliche langfristige Stakeholder sind: Eine ausreichende Ökosystemfinanzierung kann die Netzaktivität erhöhen, die Menge an verbranntem ETH steigern und damit den Wert des gestakten ETH heben.
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