Robeco Bank: Die steigende Goldnachfrage der Zentralbanken und der Trend zur Entdollarisierung stützen den Goldpreis
- Das RaboResearch-Team für globale Wirtschaft und Märkte der Rabobank weist darauf hin, dass angesichts der anhaltenden weltweiten Unsicherheiten und des fortschreitenden De-Dollarisierungsprozesses das Interesse der Zentralbanken an Gold deutlich zunimmt. Der Bericht betont, dass Zentralbanken ihre Goldreserven zunehmend ins eigene Land zurückholen und nicht mehr im Ausland lagern.
- Im Bericht wird auf relevante Meldungen verwiesen, wonach die Financial Times kürzlich auf das Phänomen aufmerksam machte, dass „die Welt gefährlicher wird, aber das Risiko billiger“—große Mengen Kapital strömen wegen hoher Renditen und geringer Volatilität in den Versicherungssektor, was im derzeitigen Kontext zu Bedenken hinsichtlich Fehleinschätzungen bei der Preisbildung führen könnte. Traditionell greifen Zentralbanken rechtzeitig ein, um die Märkte zu stabilisieren, doch derzeit stehen sie vor deutlich größeren geopolitischen und sicherheitspolitischen Herausforderungen.
- Der Bericht erwähnt zudem zwei relevante Entwicklungen: Erstens berichtete das Wall Street Journal über einen Raubüberfall auf Gold im Wert von 40 Millionen US-Dollar, wodurch möglicherweise streng geheime Spionageprojekte der US-amerikanischen CIA enthüllt wurden; zweitens zeigen Berichte von Nikkei Asia, dass mit dem anhaltenden Trend zur De-Dollarisierung Zentralbanken voraussichtlich weiter ihre Goldreserven ausbauen werden. In einer Umfrage gaben 84% der Befragten an, sie erwarteten in den nächsten fünf Jahren einen Anstieg der Goldbestände.
- Insgesamt vertritt die Rabobank die Auffassung, dass die zunehmende geopolitische Unsicherheit und der Trend zur Diversifizierung des weltweiten Reserve-Systems weiterhin eine strukturelle Unterstützung für den Goldpreis bieten werden. Als bedeutende Goldhalter werden Zentralbanken mit ihren kontinuierlichen Käufen und Rückführungen von Goldbeständen zunehmend zu einem entscheidenden Faktor in langfristigen Preisbildungsmodellen.
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