Analyse: BTC-Spotvolumen im Vergleich zum Rückgang, Long Squeeze lässt nach, während der Markt in eine potenzielle Reakkumulationsphase eintritt
BlockBeats News, 17. Juni. Laut dem On-Chain-Datenanalysten Murphy sollte sich der aktuelle Markt nicht auf das "Bitcoin-Spot-Handelsvolumen" selbst konzentrieren, sondern auf das "relative Spot-Handelsvolumen" (d. h. Spot-Handelsvolumen/30-Tage-Gleitender Durchschnitt). Dieser Indikator misst die Marktaktivität im Verhältnis zu historischen Daten, bietet jedoch keine einseitige Bewertung und erfordert eine Interpretation im Zusammenhang mit Volumen- und Preisstruktur.
Aus struktureller Sicht testete Bitcoin im Juni das Februartief erneut, allerdings war das relative Handelsvolumen bei diesem Test deutlich niedriger als im Februar, was auf einen geringeren Verkaufsdruck beim zweiten Test im ähnlichen Preisbereich hindeutet. Diese Kombination aus "Preistest des Tiefs bei abnehmendem Volumen" wird vom Markt in der Regel als eines der Merkmale einer vorübergehenden Erschöpfung des Verkaufsdrucks gesehen.
Auf der Derivate-Seite hat sich die Finanzierungssatzstruktur von Perpetual Contracts seit April deutlich verändert: In den frühen Phasen führte ein negativer Finanzierungssatz zu einem Short Squeeze und einem Preisanstieg, aber Mitte Mai verschwand der negative Finanzierungssatz allmählich und wurde durch einen deutlich positiven Satz ersetzt, was das Ende der Markterholung und den Beginn einer Korrektur signalisierte.
Aktuell kehrt die Struktur der Finanzierungssätze allmählich in einen normalen Bereich zurück, was darauf hinweist, dass der durch überfüllte Long-Positionen und Hebelwirkung verursachte Abwärtsdruck abnimmt und sich das Verhältnis zwischen Long- und Short-Positionen wieder ausgleicht.
Insgesamt bleibt die Spot-Nachfrage relativ schwach, aber der marginale Verkaufsdruck nimmt ab. In Kombination mit der nachlassenden Hebelwirkung auf der Derivate-Seite nähert sich der Markt dem operativen Rhythmus der letzten 2–3 Monate und könnte in eine neue Phase der "seitlichen Akkumulation" eintreten. Deutliche Umkehrsignale des Trends sind jedoch bislang nicht zu erkennen.
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