Analyst: Die Gesamthaltung der BOJ erscheint taubenhaft, der Yen bleibt unter Druck.
Am 16. Juni erklärte Kieran Williams, Leiter des asiatischen Devisenhandels bei INTOUCH, dass die jüngste Zinserhöhung der Bank of Japan vom Markt vollständig absorbiert wurde. Daher habe sich der Fokus des Marktes nie auf die eigentliche Zinsentscheidung, sondern vielmehr auf die begleitenden Maßnahmen gerichtet. Laut seiner Aussage ist die generelle Tonlage eher dovish. Die Zentralbank plant, die Reduzierung der Käufe japanischer Staatsanleihen ab April 2027 auszusetzen, was eine Zugeständnis an den Anleihemarkt darstellt und im Widerspruch zur früheren Warnung steht, dass der Kern-CPI möglicherweise 2 % übersteigen könnte. Da der weitere politische Kurs eindeutig von der Lage im Nahen Osten und den Übertragungseffekten der Ölpreise abhängen wird, dürfte der deutliche Zinsunterschied zu den Vereinigten Staaten kaum ausreichen, um den Yen zu stützen. Mittel- bis langfristig wird der Druck auf den Yen durch diesen Faktor allein voraussichtlich nicht nachlassen, weshalb eine Intervention kurzfristig ein realistisches Risiko darstellt. Die Pressekonferenz des stellvertretenden Gouverneurs der Bank of Japan, Shinichi Uchida, wird eine entscheidende Variable sein. Mit der Abwesenheit von Gouverneur Ueda wird es für den Markt besonders wichtig sein, wie er das Tempo der nächsten Zinserhöhung definiert.
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