Barclays: Die geopolitischen "Anpassungen" lassen nach, der Spot-Goldpreis wird auf 4.900 US-Dollar steigen.
Golden Ten Data berichtete am 16. Juni, dass Barclays der Ansicht ist, dass der durch den Nahostkonflikt ausgelöste Goldverkauf keine Umkehr, sondern eine Marktkorrektur darstellt. Das Institut nennt drei unmittelbare Gründe: eine deutliche Aufwertung des US-Dollars, Umschichtungen von Risikokapital aus defensiven Anlagen zugunsten des Aktienmarkts sowie eine übermäßig konzentrierte Positionierung, die den Preisrückgang beschleunigt hat. Barclays schätzt, dass die kombinierte Auswirkung der Dollaraufwertung und eines Anstiegs des S&P 500 um 10% zu einem Goldpreisrückgang von etwa 10% geführt hat, während der übrige Rückgang auf die Schließung von Positionen zurückzuführen ist. Allerdings räumt das Institut auch ein, dass diese Prognosen auf der Grundlage des beizulegenden Zeitwerts kurzfristig ein gewisses Abwärtspotenzial aufweisen. Zu den strukturellen Faktoren, die den langfristigen Aufwärtstrend untermauern, zählen eine anhaltende Inflation, politische Unsicherheit und die fortwährende Diversifizierung der Devisenreserven durch die Zentralbanken. Diese Faktoren gelten als Variablen, deren Einfluss sich langsam akkumuliert und daher in der Akutphase einer Krise keine deutliche Unterstützung bieten kann. Die Berechnungen des Instituts zeigen, dass die Neuetablierung einer Dollar-Schwäche sowie die Wiederaufnahme anhaltender Käufe durch die Zentralbanken zwei zentrale Bedingungen für eine Erholung des Goldpreises darstellen.
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