KI-Agenten beginnen, Krypto-Wallets zu nutzen – die Grenzen zwischen DeFi und automatisierten Finanzdienstleistungen verschwimmen zunehmend
Laut BlockBeats vom 15. Juni entwickeln sich KI-Systeme mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit von „Agentic AI“ zunehmend von Informationstools zu eigenständigen Akteuren wirtschaftlicher Handlungen, die nun in der Lage sind, Crypto-Wallets zu verbinden und On-Chain-Operationen durchzuführen. Studien zeigen, dass solche KI-Agenten künftig zur Überwachung von Portfolios, zum Auslösen von Transaktionen, zur Bezahlung von Servicegebühren sowie zur Ausführung von DeFi-Strategien eingesetzt werden könnten, sich derzeit jedoch meist noch in einer kontrollierten Phase mit menschlicher Genehmigung („human-in-the-loop“) befinden.
Da Blockchains rund um die Uhr verfügbar sind, keine traditionellen Bankidentitäten erfordern und programmierbare Ausführung ermöglichen, gelten sie im Vergleich zu herkömmlichen Finanzsystemen als besser geeignet, wenn KI-Agenten Kleinstzahlungen und automatische Abrechnungen durchführen. Gleichzeitig entstehen jedoch neue Risiken wie Prompt Injection-Attacken, fehlerhafte Transaktionsausführungen, Missbrauch von Berechtigungen und Sicherheitsprobleme bei der Interaktion mit Smart Contracts.
Die Branche entwickelt derzeit sogenannte „Agent Wallets“, um KI-Handlungsrahmen durch Whitelists, Limitkontrolle, Multi-Signature-Mechanismen und zeitbasierte Berechtigungen einzuschränken. Analysen gehen davon aus, dass sich künftig eher ein Modell der „restriktiven Autonomie“ durchsetzen wird, bei dem KI innerhalb festgelegter Regeln Aufgaben ausführt, ohne die vollständige Kontrolle über die Gelder zu haben.
Langfristig könnten KI-Agenten direkt On-Chain-Transaktionen untereinander durchführen, beispielsweise für den Kauf von Daten, Rechenleistung oder API-Services. Damit würden Wallets sich zunehmend zu Maschinenidentität und Zahlungs-Schnittstellen entwickeln, während Fragen nach Regulierung und Haftung weiterhin ungelöst bleiben.
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