Die Inflation in der Schweiz lag im Mai überraschend unter den Erwartungen; der erstarkte Franken hat den Anstieg der Energiepreise erfolgreich abgefedert.
Laut Golden Ten Data vom 4. Juni zeigen Daten, dass die Inflation in der Schweiz im Mai unter den Erwartungen der Ökonomen lag, da der starke Schweizer Franken möglicherweise die Auswirkungen hoher Energiekosten ausgleicht. Das Schweizerische Bundesamt für Statistik gab am Donnerstag bekannt, dass die Verbraucherpreise im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 % gestiegen sind, was dem Anstieg des Vormonats entspricht. Dieser Bericht ist die letzte Inflationsmeldung vor der Zinsentscheidung der Schweizerischen Nationalbank am 18. Juni und unterstreicht, dass die Inflation weiterhin stabil im Zielbereich von 0 bis 2 % liegt, wie von den Entscheidungsträgern festgelegt. Ökonomen gehen derzeit davon aus, dass es vor 2028 keine Zinssatzänderung geben wird; sie erwarten, dass dann eine Zinserhöhung realistisch wird. Im Gegensatz zu den Nachbarn im Euroraum, die sich auf Zinserhöhungen vorbereiten, sieht der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Thomas Jordan, die Auswirkungen steigender Energiepreise optimistisch und bekräftigte am Mittwoch seine Ansicht, dass der Anstieg der Verbraucherpreise nur vorübergehend sein werde.
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