US-Finanzministerin Yellen: 3,8 % Inflation sind nur eine kurzfristige Störung
Am 4. Juni äußerte sich die US-Finanzministerin Janet Yellen weiterhin mit derselben Einschätzung zu den jüngsten Inflationstrends vor dem Kongress und in öffentlichen Auftritten: Die derzeitigen Preisanstiege sind hauptsächlich auf kurzfristige Schocks und nicht auf strukturelle Probleme zurückzuführen. Bei einer Anhörung im Finanzausschuss des Senats erklärte sie klar: „Abgesehen von der Inflation – ich glaube, dies wird eine kurzfristige Störung sein – sind andere Wirtschaftsdaten sehr stark.“ Diese Aussage setzt ihre bisherigen Definitionen hinsichtlich der Natur der steigenden Preise fort. Daten aus dem April zeigten, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) in den USA im Jahresvergleich um 3,8 % gestiegen ist, was hauptsächlich auf die erhöhten Energiekosten infolge der Spannungen in der Straße von Hormus zurückzuführen ist. Dies stellt den größten Anstieg im Jahr 2023 dar. Yellen führte diese Entwicklung auf Angebotsschocks durch den Konflikt im Iran zurück und betonte wiederholt deren einmaligen Charakter. Im Mai erklärte sie: „Ich bin fest davon überzeugt, dass nichts vorübergehender ist als Angebotsschocks.“ In einer Kabinettssitzung im Weißen Haus gab sie dieselbe Einschätzung ab und zeigte sich überzeugt, dass die Energiepreise sinken werden, sobald der Konflikt beendet ist. Sie sagte: „Wenn das alles vorbei ist, werden die Ölpreise unter dem Vorkonfliktniveau liegen“, und merkte an, dass die Erdgaspreise bereits zu fallen begonnen haben. Ähnliche Ansichten spiegeln sich in ihrer Interpretation der Finanzmärkte wider. Yellen erwähnte zuvor, dass der Anstieg der globalen Anleiherenditen „meiner Ansicht nach vorübergehende, kurzfristige inflationäre Schwankungen widerspiegelt“; in einer weiteren Kabinettssitzung betonte sie: „Ich glaube, der Preisanstieg ist temporär.“
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