Die Zentralbank von Singapur nimmt unregulierte Stablecoins ins Visier bei bevorstehender Marktbereinigung
Schnelle Übersicht
- MAS warnt, dass nicht regulierte Stablecoins ihre Stabilität nicht aufrechterhalten konnten und zieht Parallelen zur Geldmarktfonds-Krise von 2008.
- Das neue Stablecoin-Rahmenwerk legt den Schwerpunkt auf starke Reserveunterlegung und Rücknahmegarantien.
- Die BLOOM-Initiative der MAS untersucht die Nutzung von CBDCs und tokenisiertem Bankgeld in einem einheitlichen digitalen Ökosystem.
Singapur geht gegen nicht regulierte Stablecoins vor
Die Zentralbank von Singapur signalisiert ein bevorstehendes Vorgehen gegen nicht regulierte Stablecoins, während sie daran arbeitet, das Finanzökosystem des Landes zu stärken. Bei einer Rede auf dem Singapore FinTech Festival am Donnerstag sagte Chia Der Jiun, Geschäftsführer der Monetary Authority of Singapore (MAS), dass die Aufsichtsbehörde über die „lückenhafte Bilanz“ nicht regulierter Stablecoins bei der Aufrechterhaltung ihrer Bindung besorgt sei.
Source: MAS „Es gibt viel Aufmerksamkeit für Stablecoins. Sie werden als offene Plattformen angeboten, die in vielen verschiedenen Anwendungen und Anwendungsfällen funktionieren können.“
sagte Chia.
„Während Agilität eine Stärke ist, muss die Stabilität gestärkt werden.“
Er verglich das häufige De-Pegging dieser Vermögenswerte mit den Geldmarktfonds-Runs von 2008 und warnte, dass eine solche Instabilität sie als Abwicklungsvermögen für große Transaktionen ungeeignet mache.
Neues Stablecoin-Rahmenwerk setzt auf Glaubwürdigkeit
Chia betonte, dass die nächste Phase des digitalen Geldes ebenso sehr durch Stabilität wie durch Geschwindigkeit oder Programmierbarkeit definiert werden müsse. Er sagte, dass die MAS die Gesetzgebung im Rahmen ihres Stablecoin-Rahmenwerks abschließe, das im August veröffentlicht wurde, um die Ausgabe von Ein-Währungs-Stablecoins zu steuern.
Das kommende Regulierungsregime wird sich auf Reserveunterlegung und Rücknahmezuverlässigkeit als Schlüsselkriterien konzentrieren, damit Stablecoins als „abwicklungsfähige“ Vermögenswerte qualifizieren. Nur gut kapitalisierte und vollständig beaufsichtigte Emittenten werden die Kriterien erfüllen, merkte Chia an.
Er fügte hinzu, dass die MAS beabsichtigt, das Rahmenwerk im Laufe der Zeit zu stärken, da Stablecoins stärker in die Mainstream-Finanzwelt integriert werden.
„Mit der Zeit, wenn einige regulierte Stablecoins systemrelevant werden, müssen die regulatorischen Rahmenbedingungen weiter gestärkt, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Aufsichtsbehörden verbessert und der Zugang zu Zentralbankfazilitäten in Betracht gezogen werden,“
sagte er.
CBDCs und tokenisiertes Bankgeld im Fokus
Über Stablecoins hinaus skizzierte Chia die umfassendere Vision der Zentralbank für digitale Vermögenswerte, die auch Wholesale Central Bank Digital Currencies (CBDCs) und tokenisierte Bankverbindlichkeiten umfasst. Er hob die BLOOM-Initiative der MAS hervor – kurz für Borderless, Liquid, Open, Online, Multi-currency –, die testet, wie diese digitalen Abwicklungsinstrumente in einem tokenisierten Finanzsystem koexistieren können.
„MAS arbeitet mit Branchenpartnern zusammen, um den Einsatz aller drei Abwicklungsvermögenswerte zu erforschen,“
sagte Chia und forderte Finanzinstitute und Clearingnetzwerke auf, sich an den laufenden Tests zu beteiligen.
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