Circle gibt dem Druck des Second Amendment nach und aktualisiert USDC-Richtlinie
Circle hat seine USDC-Richtlinie geändert und erlaubt nun rechtmäßige Waffentransaktionen, im Einklang mit dem GENIUS Act und Präsident Trumps "Fair Banking"-Erlass. Diese Aktualisierung folgt auf Druck von Waffenrechtsbefürwortern und Gesetzgebern und stellt eine bedeutende Veränderung dar, wie Stablecoin-Emittenten mit politischer und regulatorischer Kontrolle umgehen.
Die Circle Internet Group hat kürzlich ihre USDC-Richtlinie rückgängig gemacht und erlaubt nun den legalen Erwerb von Schusswaffen, sofern diese im Einklang mit den geltenden Gesetzen stehen. Diese Entscheidung folgt auf branchenweite Fürsprache und steht im Einklang mit bundesstaatlichen Regulierungsrahmen, die finanzielle Diskriminierung bekämpfen sollen.
Diese Aktualisierung der Richtlinie erfolgt in einer Zeit zunehmender Überprüfung von Zahlungsplattformen, denen vorgeworfen wird, den Zugang für rechtmäßige Waffenhändler einzuschränken. Die Änderung spiegelt die Verabschiedung des GENIUS Act wider, der einen bundesweiten Rahmen für durch den US-Dollar gedeckte Stablecoins in den USA geschaffen hat.
USDC-Bedingungen unterstützen legale Schusswaffentransaktionen
Zuvor untersagten die USDC-Bedingungen von Circle jeglichen Erwerb von Waffen, einschließlich Schusswaffen. Dieser Ansatz führte zu Kritik von der National Shooting Sports Foundation (NSSF), die die Regel als „finanzielle Diskriminierung“ bezeichnete.
Die NSSF argumentierte, dass solche Verbote rechtmäßige Waffenunternehmen und -besitzer, die im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Rechte handeln, ungerecht bestrafen würden.
Als Reaktion auf diese Fürsprache und die öffentliche Aufmerksamkeit hat Circle seine Bedingungen dahingehend geändert, dass Waffenverkäufe nur noch dann untersagt sind, wenn sie „im Widerspruch zu geltenden Gesetzen“ stehen.
Circle aktualisiert USDC-Richtlinie zu Schusswaffen. Quelle: Circle T&Cs Die NSSF lobte die Richtlinienänderung als Sieg gegen ideologische Einschränkungen. Die Organisation erklärte jedoch, sie werde „vertrauen, aber überprüfen“, und betonte die Notwendigkeit anhaltender Wachsamkeit gegenüber finanzieller Diskriminierung.
Senatorin Cynthia Lummis unterstützte die Entscheidung von Circle und sagte, dieser Schritt verteidige verfassungsmäßige Rechte und verhindere, dass das Finanzsystem gegen gesetzestreue Waffenbesitzer instrumentalisiert werde.
Nach Gesprächen mit Circle freue ich mich, dass sie nun den legalen Erwerb von Schusswaffen mit ihrem Stablecoin erlauben. Indem Circle seine Nutzungsbedingungen an bestehende gesetzliche Anforderungen anpasst, verteidigt das Unternehmen verfassungsmäßige Rechte und stellt sicher, dass Finanzsysteme nicht gegen gesetzestreue Waffenbesitzer eingesetzt werden können.
— Senator Cynthia Lummis (@SenLummis) 5. November 2025
Dieser Kommentar verdeutlicht den wachsenden parteiübergreifenden Schwung, den rechtmäßigen Handel vor der Blockade durch Zahlungsplattformen zu schützen.
Die Kehrtwende von Circle steht im Zusammenhang mit Präsident Trumps Executive Order „Guaranteeing Fair Banking for All Americans“ vom 7. August 2025. Die Anordnung richtet sich gegen das sogenannte „Debanking“, bei dem Finanzunternehmen Personen oder Unternehmen aufgrund ihrer politischen Ansichten oder ihrer Beteiligung an rechtmäßigen, aber umstrittenen Aktivitäten Dienstleistungen verweigern. Insbesondere wird der Bereich Schusswaffen erwähnt.
Die Anordnung verlangt von den Aufsichtsbehörden, den Begriff „Reputationsrisiko“ durch objektive, risikobasierte Standards zu ersetzen und historische Fälle von Debanking zu überprüfen. Institutionen müssen Kunden, denen aus politischen oder rechtmäßigen geschäftlichen Gründen Dienstleistungen verweigert wurden, benachrichtigen und sie wieder aufnehmen. Für die Umsetzung wurde eine Frist von 180 Tagen gesetzt.
Darüber hinaus hat der GENIUS Act, der am 18. Juli 2025 unterzeichnet wurde, klare bundesstaatliche Regeln für Stablecoin-Emittenten festgelegt. Er definierte Standards für die Zulassung und befreite Emittenten von bestimmten Eigenkapitalanforderungen für Banken.
Dieses Gesetz wird als Wendepunkt für die US-Stablecoin-Politik angesehen und hat durch die Schaffung regulatorischer Klarheit die Akzeptanz gefördert.
Diese regulatorischen Entwicklungen setzen Zahlungsunternehmen neuen politischen und rechtlichen Druck aus, ideologische Verbote zu vermeiden. Die Entscheidung von Circle spiegelt diesen Paradigmenwechsel wider.
Breitere Auswirkungen auf Stablecoins und Zahlungssysteme
Die Überarbeitung der Waffenrichtlinie könnte Einfluss darauf haben, wie andere Stablecoin-Emittenten definieren, was erlaubt ist. Es besteht die Sorge, dass die Beteiligung von USDC an politisch sensiblen Themen die Einhaltung der Vorschriften außerhalb der USA erschweren könnte, wo die Einstellungen stark abweichen.
Die NSSF sieht diesen Schritt als Teil eines größeren Trends, bei dem Zahlungs- und Finanzunternehmen sich von ideologischen Einschränkungen entfernen.
Die Organisation warnte, dass in digital geprägten Volkswirtschaften die Richtlinien von Zahlungsunternehmen entscheidend für den Zugang zur Branche sind und hob hervor, was für die finanzielle Freiheit auf dem Spiel steht.
Interessenvertretungen wie die NSSF verstärken ihre Bemühungen, finanzielle Diskriminierung, die als Risikomanagement bezeichnet wird, rückgängig zu machen.
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