[Longread] Analyse von Vitaliks Vorschlag für eine vereinfachte minimale Ethereum zkVM: Was sind die Highlights?
Chainfeeds Zusammenfassung:
Insgesamt habe ich das Gefühl, dass der aktuelle „Simplified Consensus“-Fahrplan von Ethereum im Wesentlichen dem ähnelt, was Solana kürzlich mit den Alpenglow- und Firedancer-Upgrades verfolgt hat. Im Kern geht es bei beiden darum, durch eine Vereinfachung des Konsenses einen Leistungssprung zu erzielen. Allerdings hat sich bei Ethereum im Laufe der Zeit zu viel technischer Schulden angesammelt, sodass mindestens noch 4-5 Jahre für eine grundlegende Überarbeitung benötigt werden.
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Haotian
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Haotian: Die bisherigen Updates und Iterationen von Ethereum waren meist Flickwerk, was zu einer erheblichen Ansammlung technischer Schulden geführt hat. Dieser Fahrplan zeigt jedoch zumindest, dass Ethereum tatsächlich einen kompletten Neuanfang wagt – ähnlich mutig wie damals beim Wechsel von POW zu POS. Sogar die BLS-Kurvensignaturen werden aufgegeben und stattdessen direkt Hash-Signaturen eingeführt. Denn obwohl BLS ein entscheidender Faktor für die Implementierung der Beacon Chain war, ist sie beim vollständigen Übergang zu ZK in Bezug auf Kosten und Effizienz das größte Hindernis geworden. Das Ziel dieser Maßnahme ist es, Ethereum wirklich zu einer ZK-Native-Chain zu machen. Es werden gleichzeitig sechs verschiedene zkVM-Technologierouten erforscht – nicht für allgemeine Berechnungen, sondern um die Signaturaggregation maximal zu optimieren. Lösungen wie SP1, OpenVM für allgemeine Anpassungen, Binius und Hashcaster als spezialisierte Ansätze werden parallel vorangetrieben. Dies führt im Grunde zu einem „zkVM-Wettbewerb“, mit dem Ziel, die Leistung der Ethereum-zkVM zu maximieren. Mir ist aufgefallen, dass der zkVM-Pionier Risc Zero offenbar fehlt. Aber bei genauerem Nachdenken ist das verständlich: Risc Zero will einen viel größeren, allgemeineren zkVM-Markt bedienen, während Ethereum nur eine hochspezialisierte Lösung für die Signaturaggregation benötigt. Wer größer denkt, hat kein Interesse an reiner Spezialoptimierung. Der Staking-Mindestbetrag wird von 32ETH auf 1ETH gesenkt, die Blockzeit von 12s auf 4s reduziert – diese Leistungsverbesserungen sind direkte, sichtbare Effekte nach dem Upgrade auf Hash-Signaturen und zkVM und erfüllen Ethereums Mission, L1 noch leistungsfähiger zu machen. Das wirft jedoch eine Frage auf: Welchen Existenzwert haben dann noch die reinen, günstigeren und effizienteren allgemeinen Layer2-Lösungen? Für sie bleibt nur ein Weg: die Umwandlung in Specific-Chains (Game Chains, Payment Chains?) oder das Based-Rollup-Modell wird zum Mainstream, denn mit der verbesserten L1-Leistung ist es sinnvoller, den Sequencer an L1 zu übergeben.
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