Fed nimmt Stablecoins und DeFi in die Oktober-Konferenz zur Zahlungsinnovationen auf
Das Federal Reserve Board gab am 3. September bekannt, dass es am 21. Oktober eine Konferenz zur Zahlungsinnovationen veranstalten wird, bei der Stablecoins, DeFi und Tokenisierung diskutiert werden.
Die Konferenz wird Podiumsdiskussionen über die Konvergenz von traditionellem und dezentralisiertem Finanzwesen, neue Anwendungsfälle und Geschäftsmodelle von Stablecoins, Anwendungen künstlicher Intelligenz im Zahlungsverkehr sowie die Tokenisierung von Finanzprodukten und -dienstleistungen umfassen.
Federal Reserve Governor Christopher Waller betonte den Fokus der Konferenz auf technologische Fortschritte und erklärte, dass Innovation im Zahlungsverkehr eine Konstante sei, um den sich wandelnden Bedürfnissen von Verbrauchern und Unternehmen gerecht zu werden.
Waller äußerte seine Erwartung, die Chancen und Herausforderungen neuer Technologien zu untersuchen und dabei Ideen zu sammeln, um die Sicherheit und Effizienz des Zahlungssystems zu verbessern.
Aufbauend auf dem jüngsten Fokus auf Stablecoins
Die Konferenz folgt auf umfangreiche Diskussionen des Federal Open Market Committee über Stablecoins während der Sitzung am 29. und 30. Juli, bei der die Beamten die potenziellen Auswirkungen auf das Finanzsystem nach der Verabschiedung des GENIUS Act analysierten.
Der umfassende bundesweite Stablecoin-Rahmen, der am 18. Juli in Kraft trat, schuf regulatorische Klarheit, die von FOMC-Mitgliedern als Treiber für das prognostizierte Wachstum der Stablecoin-Nutzung genannt wurde.
Die Protokolle der Fed zeigten, dass die Beamten die potenziellen Vorteile von Stablecoins anerkannten, insbesondere für die Effizienz des Zahlungssystems und die gestiegene Nachfrage nach als Sicherheiten genutzten Treasury-Wertpapieren.
Allerdings äußerten die Teilnehmer Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf das Bankensystem insgesamt und betonten die Notwendigkeit einer engen Überwachung der hinterlegten Vermögenswerte von Stablecoins.
Der proaktive Ansatz der Zentralbank spiegelt die wachsende Anerkennung der Relevanz digitaler Zahlungssysteme für ihre geldpolitischen und finanzstabilitätsbezogenen Aufgaben wider.
Unterstützende Haltung
Governor Waller hat sich konsequent für Innovationen im Bereich blockchain-basierter Zahlungen ausgesprochen und kürzlich auf dem Wyoming Blockchain Symposium erklärt, dass „an DeFi-Operationen nichts Beängstigendes“ sei.
Er verglich DeFi-Transaktionen mit herkömmlichen Debitkartenzahlungen und stellte Smart Contracts und verteilte Hauptbücher als natürliche technologische Weiterentwicklung und nicht als disruptive Bedrohung dar.
Waller schrieb der Entwicklung von Stablecoins zu, den Zugang zum Dollar weltweit zu erweitern, was insbesondere Ländern mit hoher Inflation und fehlenden erschwinglichen Bankdienstleistungen zugutekommt.
Er hob ihr Potenzial hervor, „die Rolle des Dollars international aufrechtzuerhalten und auszubauen“ – durch 24/7-Verfügbarkeit und schnelle Übertragbarkeit.
Die Konferenz im Oktober steht für das Engagement der Fed, zu verstehen, wie neue Zahlungstechnologien in bestehende monetäre Infrastrukturen integriert werden könnten, während regulatorische Herausforderungen und Chancen im sich entwickelnden digitalen Zahlungsumfeld adressiert werden.
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